Als Kreativer hänge ich gerne zur Inspiration auf Social Media rum, egal ob Pinterest, Instagram oder anderes. Ich liebe diesen Boost, wenn ich etwas total Geniales gesehen habe und es unbedingt nachmachen will oder eine eigene Idee davon bekomme! Kennst Du das? Doch oftmals bringt es einfach nur Zeitverlust: Das Scrollen, schauen, vernetzen. Bei einigen von uns geht das so weit, dass wir nur noch Scrollen und gar nicht mehr den Pinsel, die Nadel oder den Stift schwingen: Was Inspiration war, wird zur Sucht. Da diese Sucht inzwischen 2-3% der Bevölkerung betrifft, ist Prävention und Bekämpfung als sogenanntes Digital Detox gerade echt angesagt. Aber schon 2011 gab es wissenschaftliche Studien dazu. Meine 6 besten Tipps, um Social Media kreativ zu nutzen und dabei Prokrastination und Mediensucht zu verhindern, erfährst Du heute.

1. Folge nur relevanten Profilen

Ganz wichtig und auch für mich ein großes Thema: Wem folgst Du alles? Ich bin ein großer Fan von allen möglichen Künstlern da draußen und mein Feed quillt über vor genialen Bildern, Blogartikeln und Tipps. Das führt dazu, dass Du am Ende gar nichts mehr mitbekommst. Der Algorithmus verschluckt die Sachen, die Dir wirklich wichtig sind total. Aber keine Angst: Ich habe eine Lösung:

Zielorientiert Leuten folgen

Frage Dich erstmal, was Du gerne mit dem jeweiligen Social Media Kanal erreichen willst. Einige betreibe ich zum Beispiel nur, um mit Freunden verbunden zu bleiben, andere um meine Sichtbarkeit als Bloggerin und Illustratorin zu erhöhen. Je nach Ziel folge ich anderen Profilen, die mich in genau dem Punkt weiterbringen. Wenn Dein Ziel Inspiration ist, folge solchen, die Dich inspirieren ohne dass Du eingeschüchtert bist. Verfolge andere, die auf Deinem Stand sind. Scheue Dich nicht davor, auch mal Leute zu entfolgen, die nerven oder irrelevante Dinge posten.

Leute abonnieren heißt, Newsletter zu bestellen!

Wenn Dich die Inhalte einer bestimmten Person wirklich interessieren, dann abonniere unbedingt den Email-Newsletter! In den sozialen Medien geht so vieles unter und ich lese dann oft erst viel zu spät vom neuen Blogartikel meiner Lieblingsbloggerin… grrrr.

2. Beschränke Deine Zeit

Eine wissenschaftliche Studie empfiehlt, höchstens 20 Minuten am Stück auf einer Social Media Plattform zu verbringen. Das Ganze würde ich auch höchstens 2 mal am Tag machen. Ein anderer Ansatz ist es, einige Netzwerke für sich selbst komplett abzuschaffen. Oder eine Zeit lang völlig auf die sozialen Medien zu verzichten.

Programme, die Dir helfen können

Damit solche Vorhaben gelingen, empfehle ich Dir eine Art Stoppuhr. Das kann eine ganz natürliche Form sein: Während der 20-minütigen Bahnfahrt zur Arbeit Instagram checken, auf dem Rückweg Pinterest und auf Klo Facebook, zum Beispiel. Oder Du stellst einen Timer oder eine Eieruhr. Außerdem gibt es auch noch intelligente Anwendungen wie zum Beispiel Rescue Time(*), die Deine verbrachte Zeit in bestimmten Anwendungen aufzeichnen. Damit habe ich persönlich total positive Erfahrungen gemacht. Als ich noch angestellt war, hat mir das geholfen, von Facebook wegzukommen und mich mit meinen Experimenten zu beschäftigen. Der Vorteil von Rescue Time(*) ist im Gegensatz zu anderen Apps, dass es eine Desktop Anwendung ist, aber auch Zeit auf Deinem Smartphone tracken kann. Damit kann man weniger schummeln!

Prokrastination und Mediensucht verhindern
Ein Beispielbild von Rescue Time(*). Mich hat das immer super doll motiviert, möglichst wenig Zeit zu verplempern! Das Programm gibt es auch auf Deutsch.

Quelle: https://www.rescuetime.com/assets/get-started/dashboard-e4cd3cb672c305ce1272fbeeefb06513.jpg 01.07.2019

3. Suchen, anstatt den Newsfeed zu verwenden

Kommen wir zurück zu der Frage: Warum benutzt Du dieses Netzwerk nochmal? Wenn die Antwort darauf ist, dass Du unbedingt Zeit verplempern und Deinen Finger zum Scrollen trainieren willst, empfehle ich Dir dringend ein Hobby. Vielelicht ein kreatives? Doch Spaß beiseite, meistens gibt es andere Gründe für Social Media: Vernetzen, Inspiration, in Kontakt bleiben.

Dafür kannst Du wunderbar die Suchfunktionen der Netzwerke benutzen! In allen kannst Du nach konkreten Personen, Begriffen und Hashtags suchen. Verfolge genau die Leute, Challenges, Gruppen und Themen die Du sehen willst und nicht irgendein Zeug, das Dir der Algorithmus vorgibt!

4. Beiträge für später speichern

Ein richtig cooles Feature vieler Netzwerke ist, dass Du dort Beiträge für später abspeichern kannst. Falls Du das nicht magst, lege Dir einen Pin dazu auf Pinterest an. So kannst Du an Tagen, wo Du Zeit hast, bestimmte Pinnwände nochmal anschauen und Beiträge lesen oder Videos gucken. Das geht auch mit den neusten Neuigkeiten: einfach speichern und abends in Ruhe lesen. Ich liebe mein Pinterest-Board „Inspiration“ hierfür total!

5. Tools zum Planen benutzen

Das Erstellen von Beiträgen für Social Media frisst ja noch mehr Zeit als das anschauen von Beiträgen der anderen! Nützlich sind dafür Tools wie Tailwind, Hootsuite oder andere, um Beiträge im Voraus zu planen. So kannst Du auch alle auf einmal schreiben oder hochladen. Besonders lohnt sich das, wenn Du Social Media für die Arbeit nutzt oder zum Bewerben Deiner Kreativprodukte.

6. Für Angehörige: Begleitung von Jugendlichen und Gefährdeten, um Prokrastination und Mediensucht zu verhindern

Besonders Jugendliche sollten wir im Auge behalten, wenn es darum geht, Prokrastination und Mediensucht zu verhindern. Hast Du Kinder oder sorgst Dich um einen Bekannten, der vielleicht abhängig von Sozialen Medien ist? Das ist eine schwierige Situation. Bei Kindern und Jugendlichen wird allgemein empfohlen, diese auf dem Weg zu begleiten. Ihnen die Geräte zu erklären und die Netzwerke, sie aufzuklären und im Gespräch mit Ihnen zu bleiben über das Geschehen in den Netzwerken. So können Eltern den Überblick behalten und die Kinder in Krisensituationen gleich auffangen. Sollte die Mediennutzung zu viel sein, kann eine Zeiteinschränkung helfen, niemals aber ein komplettes Verbot. Da finden die Kinder nur Wege, es heimlich doch zu machen und die Eltern haben keinerlei Kontrolle mehr.

Geht es um einen Bekannten, empfiehlt sich eine vorsichtige Herangehensweise und offene Kommunikation. Wichtig ist außerdem das Formulieren von Ich-Sätzen, wie: „Ich mache mir in letzter Zeit Sorgen um Dich, weil Du so viel Zeit am Telefon verbringst. Sehe ich das richtig?“ Oftmals bemerken die Betroffenen ihre Sucht nicht oder nehmen eine Abwehrhaltung ein, sobald sie angesprochen wird. Hast Du ernsthaft Sorge um einen Freund? Wende Dich an eine Suchthilfe Stelle oder ein Krisentelefon für Angehörige.

Fazit: Prokrastination und Mediensucht verhindern ist ganz einfach!

Befolge meine Tipps und Du wirst im Handumdrehen eine positive Beziehung mit den sozialen Medien aufbauen und das Beste daraus ziehen können. Prokrastination und Mediensucht kannst Du verhindern und nutzt Social Media für die Inspiration! Noch mehr Inspiration findest Du zum Beispiel hier.

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Prokrastination und Mediensucht verhindern

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